
Qi Gong ist eine Jahrtausende alte Tradition von Übungen zur Förderung und Stabilisierung des Energiehaushaltes des Körpers.
Die Lebensenegie oder Vitalkraft wird als Qi bezeichnet. Durch Meditations- und Bewegungsformen (Gong = Übung) wird verbrauchtes Qi abgegeben und frisches Qi aufgenommen sowie Blockaden des Qi-Flusses im Körper gelöst.
Das älteste überlieferte Werk der chinesischen Medizin, Huang Di Nei Jing So Wen (Fragen und Antworten des Gelben Kaisers zum Inneren) wird auf die Zeit um 200 vor Christus datiert. In ihm finden sich die ersten schriftlichen Hinweise auf Körperübungen zur Erhaltung der Gesundheit.
Im Jahr 1973 wurden in dem Dorf Mawangdui, nahe bei Changsha, in einem Grab aus der frühen Han-Zeit mehrere Seidentücher gefunden, teilweise beschrieben mit historischen Texten wie dem Daodejing, teilweise bemalt. Ihr Alter wird auf etwa 2500 Jahre datiert. Ein Fragment zeigt 44 Menschen bei Übungen zum Führen des Atems und zum Dehnen des Körpers. Sie sind nach Tierstellungen benannt oder den Krankheiten, denen sie entgegenwirken sollen.
In der Geschichte Chinas hat Gesundheitsvorsorge z.B. durch Qi Gong immer eine große Rolle gespielt, aber auch in den Klöstern wurden Qi Gong Formen überliefert.
Die Bezeichnung Qi Gong für diese Übungen findet jedoch erst seit den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts Verwendung, und die unterschiedlichen Stilarten des Qi Gong sind zum Teil ganz neue Entwicklungen, die jedoch auf den jahrtausendealten Traditionen basieren.
Was ist Sheng Zheng Qi Gong für ein Qi Gong?